Carl von Linné – unser bekanntester Schwede
Ohne Zweifel ist Carl von Linné weltweit der bekannteste
Schwede. Das Gleiche konnte ich während eines Aufenthaltes in den
USA feststellen, wo viele sonst keinen anderen Schweden kannten.
Dort wurde er Linnaeus genannt, , bevor ihm der Adelstitel im Jahre
1757 verliehen wurde.
Carl von Linné hat in den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts viele
Reisen durch Europa unternommen. Er hat z.B. in den Niederlanden in
Medizin promoviert und hat dort die botanischen Gärten besucht. Er
ist auch nach England gereist, um Pflanzen zu sammeln. In Paris hat
man ihm eine Stelle an der Akademie der Wissenschaften angeboten.
Er hat aber abgelehnt und ist in die Heimat nach Schweden wieder
zurückgereist.
Carl von Linné wurde tatsächlich Prophet im eigenen Land. Seine
Studenten an der Universität Uppsala haben ihn sehr geschätzt, weil
er sich um sie väterlich gekümmert hat. Viele arme Studenten haben
bei Linné zu Hause Unterkunft und was zum Essen bekommen. Im
Kollegium hat er aber Anstob erregt, weil sein System der Pflanzen
sich sehr auf deren Sexualmerkmalen gründete.
Linné war davon überzeugt, dass der Mensch nach dem Tode, ein
Teil vom Kreislauf der Natur werden würde.. Seine Vorlesungen hat
er immer mit den folgenden Worten eingeleitet: "Nichts ist uns
lieber als das Leben, nichts ist uns sicherer als der Tod".
Linné in Borås
Im Jahre 1746 hat Linné eine Reise durch die schwedische Provinz
Västergötland gemacht. Als er reitend von Borgstena in Richtung
Borås gekommen ist, hat er den Weg ungefähr wie folgt
beschrieben:
"Der Weg nach Borås ging bergauf, bergrunter und an den Seiten
steiler Hügel, so dass das Gelände hier sich sehr von den früheren
angenehmen Orten in Västergötland unterscheidet. Die Stadt
liegt an einem ruhigen Flub, Wiska genannt, der aus Öresjö Richtung
Süden fliesst. Er hat gutes Wasser und ist besonders für die
Färbereien nützlich".